Das Projekt Sonnenschein

Die Malangali Primary School ist eine Schule für sehbehinderte Kinder und gleichzeitig das Zuhause für die 100 Schüler/innen. Fast die Hälfte dieser Schüler/innen ist vom Albinismus betroffen. Die Schule hat jedoch nicht die finanziellen Möglichkeiten den Kindern, welche vom Albinismus betroffen sind, genügend Sonnencremen zu stellen. Daher bekommen die Kinder jeweils nur eine Tube Sonnencreme für zwei Monate. Da diese eine Tube nicht ausreicht, sind wir auf die Idee gekommen, zusätzliche Sonnencremen zu sammeln. Aber auch Wunddesinfektionsmittel und Wundheilsalben werden benötigt, um die Schäden der Haut, welche bereits durch die schutzlose Sonneneinstrahlung hervorgerufen wurden, zu behandeln.

Wenn du ein Teil des Projektes sein möchtest, melde dich gerne bei einem von uns oder unter projektsonnenschein@yahoo.de. Dort können wir dir dann mitteilen, wo du deine Sachspende abgeben kannst. Diese werden dann gesammelt und hierhin, zu uns nach Sumbawanga, geschickt.

Wir freuen uns sehr auf eine Nachricht von dir! 

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Das Stipendien-Programm der Chuo Cha Ufundi

Liebe Leserinnen und Leser,

erinnern Sie sich noch an Ihre Ausbildungs- oder Studienzeit? Für jeden Menschen stellt sie eine prägende Phase des Lebens dar, in der ein paar Weichen für die Zukunft gestellt werden – sowohl beruflich als auch menschlich. 

Dies gilt universal, so auch an der Berufsschule Katandala in Sumbawanga, Tansania. Hier er- halten junge Menschen eine Ausbildung auf dem Feld der Automechanik, Schreinerei, Maurerei, Elektroinstallation oder der Schneiderei. Zudem nehmen die SchülerInnen am Mathe-, Englisch- sowie Computerunterricht teil und können überdies ihren Führerschein machen. 

In dem folgendem Interview versuchen wir Ihnen das Stipendien-Programm dieser Schule etwas näher zu bringen. Damit sie das Interview besser verstehen, wollen wir ihnen dieses Stipendien-Programm (kurz StiPo) zunächst einmal vorstellen. 

Das Stipendien-Programm wurde 2009 von den damaligen Freiwilligen ins Leben gerufen. Das Stipendien-Programm wird nur durch Spenden finanziert und mit Hilfe eines großen Spendentopfes kann jährlich vier Schüler/innen eine Ausbildung an der Berufsschule Chuo Cha Ufundi Katandala ermöglicht werden. Die Spendensumme können dank des Spendentopfes persönlich variieren und sind auch einmalig möglich.

Durch den Spendentopf kann für die Organisatoren und das Stipendien-Projekt für die kommenden Jahre eine Sicherheit erlangt werden, dass das Projekt weiter bestehen wird. Um diese Sicherheit noch zu verstärken, werden jährlich immer nur vier neue StiPo-Schüler/innen angenommen. Die Spenden werden vom Bistum Münster und dem StiPo-Team, bestehend aus ehemaligen und aktuellen Freiwilligen sowie der Caritas Sumbawanga, verwaltet. 

Da viele Jugendliche hier in Sumbawanga und Umgebung aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten in der Familie dazu gezwungen sind im Haushalt zu helfen, ist oftmals für eine Ausbildung keine Zeit und kein Geld vorhanden. Um diesem Teufelskreis zu entkommen, werden meistens Waisen oder Kinder aus Familien mit besonders großen Problemen ausgesucht. Dieses Auswahlverfahren wird von dem Schulleiter der Berufsschule übernommen. Wir, als Freiwillige, halten Kontakt zu den StiPo-Schülern und sind für den Fortbestand des Projekts mit verantwortlich. 

Bei Fragen können Sie sich gerne an die folgende E-Mail Adresse wenden: 

stipo-sumbawanga@gmx.de 

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Die StiPo-Schüler des Schuljahres 2018

Interview mit der StiPo-Schülerin Sophia Kanyama

Wir: „Soooo, zu aller erst würden wir dich gerne ein wenig besser kennenlernen. Wie heißt du denn, wo kommst du her, wie alt bist du und in welcher Klasse bist du?“ 

Sophia: „Ich heiße Sophia Kanyama und komme aus Kirando, einem kleinen Dorf in der Nähe von Sumbawanga. Ich bin in der Chuo Cha Ufundi Katandala in der ersten Klasse. Außerdem bin ich mit 20 Jahren die Drittälteste von acht Kindern in meiner Familie und habe eine Zwillingsschwester. “ 

Wir: „Wie bist du denn auf das Stipendien-Programm gestoßen?“ 

Sophia: „Sonntags in der Kirche hat der Pfarrer von einer Möglichkeit gesprochen, auch ohne Geld eine Schule besuchen zu können. Dadurch würden uns die Chance auf Bildung geboten und ein Job würde mein Leben und das meiner Familie verbessern.“ 

Wir: „Wie war denn dein Leben vor der Chance des Stipendien-Programms?“ 

Sophia: „Sehr hart. Ich musste zu Hause bleiben und meiner Mutter im Haushalt helfen und konnte so keine Ausbildung anfangen. Außerdem habe ich, indem ich mich um meine jüngeren Geschwister gekümmert habe, meine Eltern entlastet und die Zeit überbrückt, in der meine Mutter und mein Vater zur Arbeit gegangen sind.“ 

Wir: „Hast du denn jetzt schon einen Plan für die Zukunft, wenn du deine schulische Ausbildung abgeschlossen hast?“ 

Sophia: „Ja auf jeden Fall! Ich möchte eine gute Elektrikerin werden. Mit einer festen Anstellung kann ich dann meinen Eltern helfen und meinen kleinen Geschwistern auch ein ähnliche Ausbildung ermöglichen. Dann wäre ich nicht mehr von dem Stipendien-Programm oder anderen finanziellen Hilfen abhängig.“

Wir: „Das klingt gut! Wie gefällt dir denn das Leben hier auf dem Schulgelände und generell die Schulzeit?“

Sophia: „Das Schulleben ist echt super! Ich habe schon echt viele Freunde gefunden und die Schule macht auch Spaß. Alltäglich wasche ich meine Klamotten, lerne und räume generell auf. Ansonsten sitze ich mit meinen Freunden oft auf der Wiese Schlafräumen und unterhalte mich. Außerdem gehen wir auch immer mal wieder in die Stadt, aber auf unserem Schulgelände ist auch eine kleine Duka (Kiosk) an der es viele Sachen gibt.“ 

Wir: „Was ermöglicht dir denn das Stipendien-Programm?“ 

Sophia: „Das Programm unterstützt mich in meiner schulischen Ausbildung. Speziell werde ich hier als Elektrikerin ausgebildet. Wie gesagt hoffe ich daher nach Abschluss der Ausbildung einen Job zu finden und das anzuwenden, was ich hier gelernt habe.“ 

Wir: „Gut, das wird bestimmt auch klappen! Danke für deine Zeit, wir wünschen dir noch viel Spaß und Erfolg in der nächsten Zeit. 

>>Update<<

Wie ihr euch bestimmt vorstellen könnt, hat sich in den letzten Wochen bei uns noch so einiges verändert. Hier ein kurzes Update:
Bereits in unserem letzten Beitrag haben wir erwähnt, dass unser Sprachkurs bald endet und wir somit auch nachmittags arbeiten gehen werden. Nun, der Sprachkurs ist erfolgreich absolviert und das bedeutet für uns: Twende!
Ole und Viviane bieten jeden Mittwoch und Freitag einen Deutschkurs hier an der Berufsschule an. Dort bringen sie den Schüler/innen die Basics wie zum Beispiel die Begrüßungen, Zahlen und erste Phrasen bei. Da besonders die

IMG_20181008_173013_1Aussprache für viele Schüler/innen eine sprachliche Barriere darstellt, wird auch das fleißig geübt. Nicht nur die deutschsprachigen Laute fallen den meisten Schüler/innen schwer, auch im Englisch Unterricht kommt es zu Problemen. Daher bietet Viviane montags einen zusätzlichen Kurs an, bei dem sie nicht nur bedarfsweise über den aktuellen Unterrichtsstoff spricht und wiederholt, sondern auch hier die Aussprache mit den Schülern/innen gezielt übt.
In Mathe wird es mit dem Aussprache-Training nun ein wenig schwierig, daher bietet Ole dienstags nachmittags einen Forderkurs an. Ursprünglich war ein Förderkurs geplant, jedoch kommen zu dem freiwilligen Angebot überwiegend die leistungsstärkeren Schüler/innen, sodass dort leistungsangemessene Aufgaben gelöst werden.

Bei den beiden in der Schule hat sich aber auch vormittags etwas verändert, denn sie besuchen nicht mehr ausschließlich den Computerkurs, sondern gehen nun auch in andere Unterrichtsstunden wie Life Skills, Communication Skills, E-Science und Technical Drawing mit. Dadurch kommt ein wenig Abwechslung in den Alltag und sie lernen weitere Bereiche der Schule kennen.
IMG-20181030-WA0010Auch Anneke und Hannah gehen mittlerweile nachmittags wieder ins Heim und werden von Ole und Viviane, wenn diese keinen Nachmittagsunterricht haben, begleitet. Dann sind auch die Schulkinder wieder zurück und es wird zusammen mit allen gespielt, geklettert, getanzt und gebastelt. Da kommen jeden Tag neue Ideen auf und es wird nicht langweilig. Bevor wir bei dem Abendessen der größeren Kinder mithelfen, werden die Kleinsten gewickelt, umgezogen, gefüttert und ins Bett gebracht. Danach machen wir uns auf den Heimweg.
Donnerstags nachmittags gehen wir jedoch in die Blindenschule, die in einem anderen Stadtteil von Sumbawanga liegt und spielen dort mit den Kindern. Ob mit demSONY DSC Schwungtuch, Luftballons oder ein bisschen Musik und dazu tanzen- Spaß ist immer dabei!
Die Zeit verfliegt hier vor Ort wie im Flug und wir können es noch gar nicht fassen, dass wir jetzt schon mitten in den Vorbereitungen für die bevorstehende Graduation und den Abschlussprüfungen stehen. Mit dem Ende des Schuljahres stehen nicht nur für die Schüler/innen die Weihnachtsferien bevor, sondern auch wir nutzen die freie Zeit um das Land zu erkunden und feiern die Weihnachtsfeiertage und Neujahr zusammen mit anderen Freiwilligen des Bistums Münsters auf Sansibar (deren Blogs findet ihr hier auf der Website verlinkt),
IMG-20181029-WA0010 (2)bevor wir dann zum Zwischenseminar nach Bagamoyo fahren werden.
Nachdem Kalle, unser liebevoller Wachhund, vor einigen Wochen eingeschläfert werden musste, wollten wir euch unseren neuen Wachhund Pumba vorstellen.

Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden,

Liebe Grüße aus dem sonnigen Sumbawanga,

Anneke, Ole, Vivi und Hannah

Habari za leo?

Willkommen auf unserem Blog! 

Hier wollen wir euch an unserer Reise durch das Jahr teilhaben lassen, was wir erleben, was für Erfahrungen wir sammeln und wie es uns dabei geht. Nach eineinhalb Monaten in unserer neuen Heimat in Sumbawanga haben wir vier uns gedacht, dass es an der Zeit wäre unseren ersten Blogeintrag zu verfassen. Wir haben uns hier bisher sehr gut eingelebt und die anfangs für uns noch ungewohnte Routine mit ihren täglichen Herausforderungen hat sich nun zum fröhlichen Alltag entwickelt. Nun wollen wir euch gerne von diesem berichten.

Fangen wir mit der Arbeit von Hannah und Anneke im Waisenheim St. Martin de Porres an. Wir beginnen gegen viertel vor Acht mit der Arbeit im Heim. Zuerst holen wir einen großen Sack mit Klamotten aus der Waschküche und legen Matten aus, auf denen die Kinder später eingecremt und angezogen werden. Bevor das jedoch geschieht, werden alle Kinder aus den Betten geholt und von den Mamas gewaschen. Danach helfen wir der „Kochmama“ in der Küche beim Vorbereiten des Ujis, eine Art Maisbrei. Der Uji wird in Tassen und in eine Kanne für die Babys gefüllt und anschließend an die Kinder verteilt, die ihn meistens schon ungeduldig erwarten. Wenn alle Kinder ihre Tasse leer getrunken haben und die Gesichter von den Ujiresten befreit wurden, geht es aufs Töpfchen. Sobald alle Kinder fertig und teilweise neu angezogen sind, denn das mit dem aufs Töpfchen gehen müssen manche noch lernen, geht es für uns zur „Wäschemama“. Ihr helfen wir dann, indem wir die Wäsche erst auf bzw. abhängen und dann die sauberen Teile auffalten. Danach gehen wir gemeinsam mit den Sisters frühstücken. Es gibt entweder Reis, Chapati (eine Art Pfannkuchen) oder Mandazi (eine Art frittierter Krapfen) und dazu eine Tasse Tee mit ganz viel Zucker (der Zucker- und Fettkonsum hier ist enorm). 

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Nach dem Frühstück geht es wieder raus zu den Kindern und rein in den fröhlichen Wahnsinn. Jetzt wird mit den Kindern gespielt, auf den Spielplatz gegangen, Laufen geübt oder geschmust. Die bisherigen Highlights für die Kinder waren eine kleine Kinderdisco mit lauter Musik und Tanz und das Spielen mit Luftballons. Kurz vor dem Mittagessen werden dann alle Babys gewickelt. Mittags gibt es meistens Reis oder Ugali (ein fester Maisbrei) mit Bohnen- oder Spinatsauce für die älteren Kinder und warme Milch für die Babys. Die kleineren Kinder und natürlich die Babys werden gefüttert. Bevor es dann für uns wieder nach Hause geht, werden alle Kinder für einen Mittagsschlaf ins Bett gebracht.  

Der Alltag für uns, Viviane und Ole, hingegen gestaltet sich ganz anders.

-07.45 Uhr. Der Wecker klingelt! Obwohl ich hier ohne Probleme genug Schlaf bekomme, ist das Geräusch durch die Schulzeit noch sehr negativ geprägt. Egal, viel Zeit bis zum Beginn des Unterrichts ist nicht eingeplant. Also ziehe ich mich schnell an, nehme mir meine Zahnbürste und setze mich mit Pulli, langer Hose und Flip Flops in unseren Innenhof. Nun besteht die Hauptaufgabe darin, wach zu werden. Als ich gerade fertig mit Zähneputzen bin, kommen die ersten Geräusche aus Vivis Zimmer. Die Tür geht auf und sie kommt verschlafen herausgeschlurft. Ein Blick genügt, damit klar wird, dass reden in den nächsten paar Minuten nicht nötig ist. 

-8:00 Uhr. Mein Wecker klingelt! Ich bleibe trotzdem noch 5 Minuten liegen, dass muss noch drin sein. Aufstehen muss ich trotzdem irgendwann. Sobald ich mich überwunden habe, schlurfe ich zur Tür heraus um mich fertig zu machen. Natürlich sitzt Ole mal wieder komplett angezogen im Innenhof, schaut mich an und grinst.

Kurz bevor wir gemeinsam das Haus verlassen, packen wir noch schnell unsere Materialien ein und schließen die Tür ab. Dabei unseren Hund „Kalle“ davon abzuhalten mit uns den Computerunterricht zu besuchen, stellt so früh am Morgen die erste Herausforderung dar. Doch damit ist es noch nicht genug. Der doch so kurze Weg zum Unterrichtsraum stellt den ein oder anderen von uns noch vor große Schwierigkeiten. Da wir eine kleine Abkürzung durch den „Busch“ nehmen, halten kleine Erhöhungen und Wurzeln für die Eine und herabhängende Äste und Spinnweben für den Anderen Überraschungen bereit. Wenn wir dann doch noch einigermaßen heile am Gebäude ankommen, empfängt uns eine Gruppe immer fröhlich gestimmter Schüler. Doch an Unterricht ist erst einmal noch nicht zu denken. Routiniert wird freiwillig und meistens mit Freude das obligatorische Wischen des Unterrichtsraumes durchgeführt. In dieser Zeit erweist sich der Volleyball das erste Mal als nützlich. Mit Begeisterung und manchmal auch durchaus viel Talent wird dann im Kreis gespielt. Beginnt der Unterricht, werden die Computer angeschmissen und die Mäuse etc. ausgetauscht. Danach fangen alle Schüler mehr oder weniger begeistert an zu arbeiten. Die Stunden sind immer abwechslungsreich, da die Schüler über verschiedene Kenntnisse verfügen und immer wieder neue Gesichter dazustoßen. Die Schüler besuchen den Computerunterricht von montags bis freitags insgesamt 6 Monate und starten den Kurs zu beliebigen Zeitpunkten. Dadurch hat jeder Schüler auch schon verschieden viele Programme kennengelernt. Insgesamt gibt es fünf Programme die unterrichtet werden. Mit Word, Powerpoint, und Excel hatten wir gerechnet, jedoch waren/sind uns Publisher und Access noch neu. Doch dafür gibt es ja auch noch den Lehrer, der uns bei solchen Problemen unterstützen kann.

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Ansonsten helfen sich die Schüler auch gegenseitig und wenn noch Zeit bleibt, entstehen immer mal recht brüchige und mit Englisch vermischte Gespräche. Sprachliche Barrieren werden jedoch mit super viel Lachen und viel Geduld erfolgreich überbrückt. Um 10.05 Uhr gibt es dann Frühstück. Dort treffen sich alle Lehrer zu einem Chai (Tee) und Mandazis. Wir werden wieder einmal herzlich und mit sehr viel Lachen empfangen, was sich sofort auf uns überträgt. Zunächst wird das typisch ausführliche Begrüßungsritual an uns getestet. Haben wir das gemeistert, werden wir durch eine kleine abschließende Bemerkung auf Kifipa (der Stammessprache hier vor Ort) endgültig verwirrt. Ganz wichtig ist vor jedem Essen das Hände waschen, da meistens mit den Händen gegessen wird. Beim Essen versuchen wir dann den Gesprächen zu folgen, was aber meistens eher schlecht als recht klappt. Nach einer halben Stunde verlassen wir dann wieder den Raum und spielen noch ein bisschen Volleyball mit den Schülern. Danach geht der Unterricht wie gewohnt weiter und um 12.25 Uhr ist er auch schon vorbei. An einem Tag in der Woche unterrichtet Viviane zusätzlich noch Englisch und Ole an zwei Tagen Mathe, was jedoch in einem kommenden Blogeintrag noch näher erläutert wird.

Wenn dann mittags alle wieder zu Hause sind, geht es nach einem kleinen Snack für meistens zwei von uns zum Einkaufen auf den Markt, die anderen beiden erledigen Aufgaben, welche sich immer anhäufen, wie zum Beispiel Wäsche waschen, kochen oder Müll verbrennen. So ist der Tag immer voll verplant. 

Da wir von unserem Sprachlehrer Angelo Kiswahili-Unterricht bekommen, um die Sprache ein wenig besser zu beherrschen, ist unser Nachmittag momentan noch verplant. Angelo bringt uns täglich eine Stunde lang die Schwierigkeiten der Sprache bei und mit der Zeit sieht man die ersten kleinen Fortschritte, die wir machen. Die täglichen Marktgespräche und Unterhaltungen mit den Schülern oder Mamas helfen uns beim Lernen sehr. 

Sobald der Sprachkurs vorbei ist, werden wir Nachmittags zum Beispiel nochmal ins Heim gehen oder die Blindenschule vor Ort besuchen. Vielleicht werden wir auch noch zusätzlich Deutschunterricht an der Berufsschule geben, da uns viele Schüler bereits mit Interesse darauf angesprochen haben.  

Abends kochen wir dann bei guter Musik zusammen verschiedenste Gerichte und werden dabei zwischendurch von dem wunderschönen, aber auch leider schnell vergehenden Sonnenuntergang über den Bergen von Sumbawanga unterbrochen. Bei einer anschließenden Runde Wizard oder Doppelkopf lassen wir dann den Abend gemütlich ausklingen.

Damit wäre auch schon ein ganz „normaler“ Tag in unserem Leben vorbei. Egal was man von unserer Alltagsroutine hält ist eines auf jeden Fall für uns alle überraschend gewesen: Sich so schnell zu Hause zu fühlen und in den Alltag zu rutschen hätten wir uns nicht im Traum einfallen lassen können. Wir freuen uns auf die kommende Zeit hier und halten euch auf dem Laufenden!

Liebe Grüße aus dem schönen Sumbawanga und bis bald!

Tutaonana!

 

 

Karibu chakula – Willkommen zum Essen

Karibu chakula – Willkommen zum Essen

Am Samstag, dem 16. September haben wir gemeinsam mit unserer Mentorin Noelia Pilau gekocht. Den Tag zuvor waren wir gemeinsam mit ihr auf dem Markt, um alle Zutaten zu kaufen. Pilau ist ein traditionelles tansanisches Reisgericht, welches aus zahlreichen Gewürzen und Gemüse, wahlweise auch mit Fleisch zubereitet wird.

Pilau Rezept (für ca. 6-8 Personen)

Zutaten:

Für den Reis:

  • 2 kg Reis

Gemüse:

  • 6 Kartoffeln
  • 4 Zwiebeln
  • 1 Paprika
  • 4 Tomaten
  • 2 Möhren

Gewürze:

  • 2 EL geriebener Knoblauch
  • 2 EL Pilau Gewürz (besteht aus Kardamom, Zimt und Koriander)
  • 1 EL Ingwer Gewürz
  • Salz
  • 2 EL Koriander Gewürz
  • Öl

Zubereitung:

Für die Sauce:

Gemüse:

  • 200 g Erbsen
  • 3 Kartoffeln
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Paprikas
  • 7 Tomaten
  • 2 Möhren
  • 1 Aubergine

Gewürze:

  • 1 EL geriebener Knoblauch
  • 1 EL Curry
  • 1 EL Royco (Gewürzmischung für Soßen und enthält Koriander, Zimt, Fenchel, Kurkuma, Ingwer, Knoblauch, Kreuzkümmel)
  • 1 EL Ingwer Gewürz
  • 1 EL Salz
  • Öl

Reis:

  1. Gemüse (Paprika, Möhren, Zwiebeln, Tomaten) waschen und würfeln
  2. Kartoffeln schälen, waschen und halbieren bzw. vierteln
  3. Reis waschen
  4. Erbsen waschen und kochen
  5. Öl in einem anderen Topf erhitzen
  6. Zwiebeln und Knoblauch hinzufügen und warten bis die Zwiebeln braun/gar sind
  7. Pilau und Ingwer Gewürz dazugeben
  8. Möhren und Paprika hinzugeben, anbraten und danach ebenfalls Tomaten hinzugeben
  9. Kartoffeln dazugeben

(statt Kartoffeln können auch Erbsen verwendet werden)

  1. Reis zu dem angebratenen Gemüse geben, anschließend alles mit kochendem Wasser bedecken
  2. Salz und Koriander hinzufügen
  3. Alles kochen lassen/nicht wirklich umrühren

Sauce:

  1. Kartoffeln klein reiben
  2. Gemüse (Zwiebeln, Möhren, Paprikas, Tomaten, Aubergine) würfeln
  3. Öl erhitzen
  4. Zwiebeln und Knoblauch hinzufügen und warten bis die Zwiebeln braun/gar sind
  5. Paprika und Möhren hinzutun
  6. Ingwergewürz dazugeben
  7. Tomaten und Aubergine hinzufügen
  8. Royco und Curry Gewürz hinzugeben
  9. Die gekochten Erbsen und Wasser hinzufügen
  10. Um die Sauce dickflüssiger zu machen, die geriebenen Kartoffeln dazugeben
  11. Salz hinzugeben

Anmerkungen:

Zu dem Reis kann außerdem eine Zitrone hinzugegeben werden. Auch kann man Zimt zu dem Pilau hinzufügen.

Tipp: Wenn der Reis anbrennt, kann man eine geschälte Zwiebel in den Reis legen, um den verbrannten Geruch zu entfernen. (as)

Hanna, Marek, Jonas und Adele